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Kundeninformation zum Thema Kork- und Drehverschluss
In der Pfalz haben viele Familien seit Jahrhunderten mit dem
Weinbau zu tun und dabei stets gewusst, Tradition und Fortschritt
miteinander in Einklang zu bringen.

Der Kork in seiner heutigen Form stellt für den Wein
ein Qualitätsproblem dar, da er ein mit viel Chemie behandeltes
Produkt ist. Dies ist nötig geworden, um der Entstehung von
Fehltönen entgegen zu wirken, die auf vier Ursachen zurückzuführen
ist:
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chemische Verunreinigungen durch umweltbelastende
Stoffe
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eine starke Vermehrung von Mikroorganismen
und dadurch eine gesteigerte Bildung von Stoffwechselprodukten
dieser Organismen,
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die mikrobielle Umsetzung der chemischen
Verunreinigungen des Korks während des Produktionsprozesses
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starke Düngung der Korkeiche und als Folge
grobporiges Korkholz.
Auf Grund dieser Ursachen wird der Kork einer intensiven
Behandlung unterzogen. Die Korken werden mehrmals mit einer
Desinfektionslösung gewaschen. Mit Dampf oder neuerdings per
Mikrowelle wird versucht, die Mikroorganismen im Korkinneren
durch Erhitzung abzutöten. Anschließend wird der Kork häufig
"kolmatiert", d. h. die groben Risse an der Oberfläche
werden mit einer braunen Masse zugeschmiert und zum Schluss
wird noch ein Gleitmittel aufgetragen.
Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem möglichen Herstellungsverfahren.
Die Folgen dieser Behandlungsverfahren können Sie und ich
immer häufiger feststellen:
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Probleme mit Ausläuferflaschen und beim Öffnen,
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frühes Altern des Weines auf Grund zu hoher
Sauerstoffaufnahme durch grobporige Korken,
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Muff- und Korkgeschmack durch Behandlungsmittel
und Mikroorganismen, die sich im Wein lösen,
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Schimmel an der Korkoberfläche
Bereits wenige Tage nach der Flaschenfüllung verändert
sich der Wein negativ. Kork ist immer schmeckbar und überdeckt
die zarten Fruchtaromen. Auch stellt sich für uns die Frage
der Produkthaftung.
Deshalb sind wir auf die Suche gegangen, um herauszufinden,
ob es nach 100 Jahren eine Alternative zum Korkverschluss
geben könnte.
Und wir sind fündig geworden!
Unsere Entscheidung fiel auf das
Schweizer Drehverschluss-System
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Dieses System bietet für Qualität und Handhabung
gleichermaßen viele Vorzüge:
Die o. a. negativen Auswirkungen des Korks entfallen.
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Die Flaschen können stehend oder liegend
gelagert werden, da der Verschluss keine Einwirkung auf
den Geschmack des Weines hat.
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Die nötige Sauerstoffmenge, die der Wein
für seine Endreife benötigt, wird während der Flaschenfüllung
beigegeben.
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Da der Luftaustausch begrenzt ist, ist eine
längere Lagerung möglich und die Lagertemperatur spielt
keine entscheidende Rolle mehr.
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Die Weinflaschen lassen sich ohne Hilfsmittel
öffnen und wieder verschließen.
Auch die Optik des Verschlusses wird Sie überraschen.
Es handelt sich um eine 44 mm lange Kapsel, die komplett von
der Flasche abnehmbar ist. Die Literflasche ist nun eine Bordeauxflasche.
Alle Weine werden in 6er Kartons abgepackt, was Ihnen sicher
die Handhabung erleichtern wird.
in vino veritas - im Wein liegt die Wahrheit
Wir glauben, wir haben mit der Entscheidung für dieses
Verschlusssystem einen weiteren wichtigen Schritt in diese
Richtung unternommen und wünschen Ihnen viel Freude beim Genießen
unserer Weine.
Ihr Weingut Edel - Brauch
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